Das Requiem von Giuseppe Verdi zählt sicher zu den bedeutendsten Vertonungen dieses Werktypus. Verdi komponierte die „Messa da Requiem“ aber nicht für die Aufführung im Rahmen einer Messfeier und ist vom Stil her deutlich dramatischer.
Es entstand als ein Werk zum Gedenken an den ersten Todestag des für das damalige Italien wichtigsten Dichter Alessandro Manzoni. Die Uraufführung dirigierte Verdi selbst am 22. Mai 1874 in der Mailänder Kirche San Marco. Weitere Aufführung unter der Leitung von Verdi selbst erfolgten kurz danach an der Scala, in Paris, London und Wien.
Ausschnitte des Verdi-Requiems von einem Konzert unseres Chores im Jahre 2011
Das Opus 36 von Felix Mendelssohn Bartholdy ist ein Oratorium über den Apostel Paulus für Chor, Gesangssolisten und Orchester. Das Werk beschreibt die Wandlung des Saulus von Tarsus zum Apostel Paulus. Die Uraufführung erfolgte 1836 beim Rheinischen Musikfestival in Düsseldorf und wurde euphorisch gefeiert. Es folgten zahllose Aufführung in ganz Europa und „Paulus“ blieb zu Lebzeiten von Mendelssohn sein beliebtestes Werk.
Die Sopransolopartie übernahm kurzfristig Tatiana MAKSIMOVA und die Tenorsolopartie Norbert ERNST.
Die Messe in C-Dur op. 86 von Ludwig van Beethoven entstand 1807 im Auftrag von Fürst Nikolaus II. von Esterházy zum Namenstag von dessen Frau Maria Josepha Hermengilde von Liechtenstein und wurde am 13. September 1807 in Eisenstadt uraufgeführt
Anton Bruckner komponierte eine erste Fassung des Te Deums 1881 und revidierte das Werk 1883–1884. Die erste Aufführung dieser endgültigen Fassung erfolgte 1886 im Wiener Musikvereinssaal unter Hans Richter. Das Te Deum gilt als eines der bedeutendsten großen Chorwerke seiner Zeit und als einer der Höhepunkte des künstlerischen Schaffens Bruckners.
Mendelssohn erzählt in diesem Oratorium die alttestamentarische Geschichte des Propheten Elias. Er beschäftigte sich insgesamt 10 Jahre mit diesem Stoff und der Idee, nach seinem großen Erfolg mit dem „Paulus“ ein weiteres Oratorium zu komponieren. Letztlich führte ein Auftrag des Birmingham Triennial Music Festivals zur Verwirklichung dieses großen Werkes, das am 26. August 1846 dort unter großem Jubel uraufgeführt wurde. Das Werk zählt bis heute zu den bekanntesten Werken Mendelssohns.
Ausschnitte einer Live-CD-Aufnahme eines Konzerts unseres Chors (2014)
In der Folge des Wiener Kongresses, aber vor allem mit der Revolution 1848 / 1849 entstand auch in Tschechien ein ausgeprägtes Nationalbewusstsein. In der Musik entwickelten als wichtigste Repräsentanten Friedrich (Bedřich) Smetana und Antonín Dvořák einen eigenständigen Nationalstil. Dvořáks Bedeutung als Dirigent und Komponist verschaffte ihm nationalen und internationalen Ruhm und er unternahm viele Konzertreisen in ganz Europa. Besonders das englische Publikum liebte seine Musik, so leitete er 1884 eine triumphale Aufführung seines „Stabat Mater“ in der Royal Albert Hall mit 12.000 Besuchern. 1887 erhielt Dvořák einen Kompositionsauftrag für das traditionsreiche „Triennial Music Festival“ in Birmingham, das schon Felix Mendelsohns „Elias“ zur Uraufführung brachte. Bedingt durch seine Reisetätigkeit in Europa begann er erst 1890 mit der Arbeit am Requiem. Am 9. Oktober 1891 – während einer weiteren Englandreise – dirigierte Dvořák selbst in in der Birmingham Town Hall die Uraufführung seines Opus 89, die ein überwältigender Erfolg war.
Das Oratorium „Die Schöpfung“ ist wahrscheinlich Haydns bekannteste Komposition. Auf seinen England-Reisen hörte er Georg Friedrich Händels Oratorien, die ihn wahrscheinlich anregten, sich wieder dieser Form zu widmen. Von seinem Londoner Impresario Johann Peter Salomon erhielt er ein englischsprachiges Libretto (Quellen: Genesis; Buch der Psalmen; John Miltons „Paradise Lost“). Haydns Gönner Baron Gottfried van Swieten veranlasste die Übersetzung ins Deutsche. Die Kompositionsarbeit dauerte von 1796 bis 1798 und beanspruchte den schon 66-jährigen Joseph Haydn sehr. Die Uraufführung erfolgte in einer privaten Aufführung im April 1798, die erste öffentliche Aufführung erst im März 1799. Diese waren äußerst große Erfolge für Haydn, der bis in die Jetztzeit anhält.
Auschnitte aus einer Live-CD-Aufnahme unseres Chors